Streit über Leihmutterschaft: Laschet kritisiert Verfassungsrechtlerin Brosius-Gersdorf
Die Verfassungsrechtlerin Frauke Brosius-Gersdorf plädiert für eine Legalisierung der Leihmutterschaft und kritisiert das deutsche Verbot als paternalistisch und verfassungswidrig. Sie argumentiert, der Staat solle freie Entscheidungen von Frauen respektieren, müsse aber Schutzvorkehrungen gegen wirtschaftliche Ausbeutung treffen und die Rechte des Kindes wahren. Der frühere Kanzlerkandidat Armin Laschet von der CDU wehrt sich gegen ihre Kritik an der Haltung der Union und verweist auf ihre gescheiterte Kandidatur für das Verfassungsgericht, die an der Opposition von CDU und CSU scheiterte.
Bias-Analyse
- So berichten die Seiten
Die rechte Berichterstattung gibt Brosius-Gersdorf breiten Raum und zitiert ihre Argumente ausführlich: Sie stelle das Leihmutterverbot als »paternalistisch« dar und betone die Notwendigkeit von Schutzvorkeherungen. Die mittlere Berichterstattung dagegen konzentriert sich auf den persönlichen Konflikt zwischen Laschet und Brosius-Gersdorf, auf Vorwürfe und Gegenverstöße — es geht um Stil und vergangene Kandidaturen, nicht um die Sache selbst.
- Woran sich die Geister scheiden
Die rechte Seite präsentiert die Legalisierung als Frage von Selbstbestimmung und Verfassungsrecht, während die mittlere Seite den Disput als Personalstreit deutet, in dem Laschet mit Brosius-Gersdorfs gescheiterter Richterwahl reagiert.
- Worin sich alle einig sind
Alle Berichte erwähnen, dass Brosius-Gersdorf sich für eine Legalisierung ausspricht und dass es dabei um Fragen von Staat, Schutz und Selbstbestimmung geht; auch dass die Union kritisch zur Leihmutterschaft steht, kommt in beiden Perspektiven vor.
Quellen nach Spektrum
5 Artikel
Mittwoch, 22. Juli 2026
2 ArtikelFrauke Brosius-Gersdorf bezeichnet Verbot der Leihmutterschaft als „Grundrechtseingriff“
Nach dem Rücktritt von Jens Spahn hat sich Verfassungsrechtlerin Frauke Brosius-Gersdorf im ZDF-„Morgenmagazin“ zu der Debatte um Leihmutterschaft in Deutschland geäußert. Dabei wählte die Rechtsprofessorin deutliche Worte und bezeichnete das bestehende Verbot als Grundrechtseingriff.
Brosius-Gersdorf: Frauen sollen selbst bestimmen dürfen
Frauen müssten selbstbestimmt entscheiden dürfen, ob sie ein Kind für jemand anderen austragen wollen, fordert die Juristin Brosius-Gersdorf und verweist auf das Grundgesetz.
Dienstag, 21. Juli 2026
3 Artikel„Wenn der Staat das macht, dann bevormundet er Frauen“, sagt Brosius-Gersdorf
Die Verfassungsrechtlerin Frauke Brosius-Gersdorf wirbt für eine Legalisierung der sogenannten Leihmutterschaft. Eine freie Entscheidung ohne wirtschaftlichen Druck habe der Staat zu respektieren. Kritik aus der Union empfindet sie als schlechten Stil.
„Der Staat muss bei Legalisierung Vorkehrungen zum Schutz vor Zwang und wirtschaftlicher Ausbeutung treffen“
Rechtswissenschaftlerin Frauke Brosius-Gersdorf hält das Leihmutterverbot für paternalistisch und verfassungswidrig. Sie fordert eine sachliche Debatte und betont: „Die Rechte des Kindes sind ganz wichtig.“
Debatte um Spahns Rücktritt: Laschet geht Brosius-Gersdorf wegen Aussage zu Leihmutterschaft an
Das Thema Leihmutterschaft erhitzt die Gemüter. Eine Verfassungsrechtlerin kritisiert die Haltung der Union, was Ex-Kanzlerkandidat Laschet nicht auf sich sitzen lässt. Bei seiner Replik holt er die Kandidatur von Brosius-Gersdorf für das Verfassungsgericht hervor - die wegen CDU und CSU scheiterte.