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Ökonom Schularick kritisiert Pistolius' Rüstungsbeschaffung als strategisch fehlgeleitet

Der Ökonom Moritz Schularick, Präsident des Instituts für Weltwirtschaft in Kiel, kritisiert Verteidigungsminister Boris Pistorius für dessen Investitionspolitik bei der Rüstungsbeschaffung. Schularick argumentiert, dass die 700-Milliarden-Euro für die Bundeswehr-Modernisierung bis 2030 nicht optimal eingesetzt würden, weil zu viel Geld in veraltete Waffensysteme wie Panzer und Kampfjets fließe. Stattdessen plädiert er dafür, die Mittel gezielt in zukunftsorientierte Technologien wie Drohnen und künstliche Intelligenz zu investieren.

Bias-Analyse

  • So berichten die Seiten

    Die linke Berichterstattung verwendet dramatischere Sprache (»fatal«, »verpuffen«) und wertet die derzeitige Politik stärker ab, während die mittlere Berichterstattung neutraler fragt, warum das Geld »derzeit« so ausgegeben wird und von »Reformbedarf« spricht – also einen Lösungsraum offenhält. Die rechte Berichterstattung verkürzt die Debatte auf die Vorwürfe selbst und ergänzt eine zusätzliche Kritik (Langsamkeit des Ministeriums), ohne die inhaltliche Alternative zu Panzer und Fregatten so deutlich zu machen wie die anderen Seiten.

  • Woran sich die Geister scheiden

    Der Unterschied liegt darin, wie dramatisch oder sachlich die Unzufriedenheit mit der Status-quo dargestellt wird: Die linke Seite suggeriert, dass das Programm scheitern wird (»droht zu verpuffen«), während die mittlere Seite eher beschreibt, dass die bisherige Ausrichtung nicht »klappt« und Anpassungen nötig sind. Die rechte Berichterstattung hebt stärker auf Prozessprobleme (Langsamkeit) ab als auf strategische Neuausrichtung.

  • Worin sich alle einig sind

    Alle Seiten berichten, dass Schularick Pistorius kritisiert, dass zu viel Geld in veraltete Systeme wie Panzer fließt, und dass Schularick stattdessen mehr Investitionen in Drohnen und KI fordert. Sie alle nehmen Schularicks Kritik als Anlass ernst und stellen sie in den Vordergrund der Debatte um Bundeswehr-Modernisierung.

Quellen nach Spektrum

11 Artikel

Montag, 10. August 2026

8 Artikel
ZDF heute
Mitte

"Altmetall"-Vorwurf: Kauft Deutschland die richtigen Waffen?

IfW-Ökonom Moritz Schularick warnt vor vergeudeten Milliarden für Waffentechnik von gestern. Doch Militärfachleute widersprechen: Die Bundeswehr brauche alte wie neue Systeme.

Junge Freiheit
Rechts

Ökonom schlägt Alarm Pistorius verpulvert Milliarden in alte Technologie

Der Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft wirft dem Pistorius unterstellten Verteidigungsministerium vor, zu wenig in moderne Technologien zu investieren. Unter anderem sei dies altersbedingt, weswegen er einen drastischen Generationswechsel fordert. Dieser Beitrag Ökonom schlägt Alarm Pistorius verpulvert Milliarden in alte Technologie wurde veröffentlich auf JUNGE FREIHEIT .

Tagesschau (ARD)
Mitte

IfW-Präsident wirft Pistorius falsche Investitionen in Bundeswehr vor

Der Verteidigungsminister muss sich erneut Kritik stellen, er investiere zu sehr in veraltete Technik. Es brauche Waffensysteme der Zukunft statt noch mehr Panzer und Fregatten, fordert IfW-Präsident Schularick.

BILD
Rechts

Ministerium „sehr langsam“ - Top-Ökonom rechnet mit Pistorius ab

Ökonom Schularick wirft Pistorius vor, Milliarden in veraltete Rüstung zu stecken.

Der Spiegel
Links

Verteidigung: Moritz Schularick kritisiert Boris Pistorius wegen Investitionspolitik

Verteidigungsminister Boris Pistorius gilt als einer der beliebtesten Politiker der aktuellen Bundesregierung, doch die kritischen Stimmen mehren sich. Das hat mit seiner Einkaufspolitik zu tun.

Frankfurter Rundschau
Links

Top-Ökonom wirft Pistorius fatale Fehlplanung vor: Milliarden-Programm für Bundeswehr droht zu verpuffen

IfW-Chef Moritz Schularick kritisiert den Kurs bei der Rüstungsbeschaffung. Sein Gegenentwurf reicht weit über neue Waffen hinaus.

n-tv
Mitte

Mehr Drohnen, weniger Panzer: Top-Ökonom: Pistorius investiert in die falschen Dinge

Mit einem Budget von 700 Milliarden Euro will das Verteidigungsministerium die Bundeswehr bis 2030 auf Vordermann bringen. Der Präsident des Instituts für Weltwirtschaft in Kiel sagt: So, wie das Geld derzeit ausgegeben wird, klappt das nicht.

Die Zeit
Mitte

Verteidigung: Führender IfW-Ökonom kritisiert deutsche Rüstung

Deutschland setzt auf veraltete Waffensysteme, sagt der Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft. Statt in Panzer sollte mehr Geld in Drohnen und KI fließen.