Marokko soll Pegasus-Spionagesoftware gegen Kritiker eingesetzt haben
Recherchen deuten darauf hin, dass Marokko die israelische Spähsoftware Pegasus gegen Aktivisten, Journalisten und Oppositionelle eingesetzt hat. Das Königreich bestreitet dies. Insider des marokkanischen Geheimdienstes sollen nun Belege für den Einsatz erbracht haben.
Bias-Analyse
- So berichten die Seiten
Die linke Berichterstattung arbeitet mit dramatisierender Sprache (»Monsterwaffe«, »Hightech-Überwachungsstaat«) und betont von Anfang an die Widerlegung der marokkanischen Dementis durch Insider-Aussagen. Die mittige Berichterstattung bleibt sachlicher, präsentiert die Vorwürfe als »soll«-Aussagen und konzentriert sich auf die konkrete Beschreibung des Vorgehens sowie auf die israelische Rolle, ohne moralisch aufzuladen.
- Woran sich die Geister scheiden
Der Unterschied liegt in der Bewertungsebene: Links wird die Handlung Marokkos als bewiesenes Systemverhalten eines Überwachungsstaates dargestellt, während die Mitte die Vorwürfe als Rechercheergebnis präsentiert, ohne sie mit staatstheoretischen Urteilen zu verbinden.
- Worin sich alle einig sind
Beide Seiten berichten übereinstimmend, dass Marokko Pegasus-Software gegen Kritiker eingesetzt haben soll und dass Insider-Aussagen oder neue Recherchen dies belegen.
Quellen nach Spektrum
2 Artikel
Donnerstag, 16. Juli 2026
2 ArtikelMarokko: Wie das Land die digitale »Monsterwaffe« gegen unliebsame Kritiker einsetzte
Marokko bestreitet, Spionagesoftware gegen Aktivisten und Journalisten eingesetzt zu haben. Insider des dortigen Geheimdienstes belegen nun das Gegenteil. Und zeichnen das Bild eines Hightech-Überwachungsstaats.
Pegasus-Spähsoftware Marokko: »Ich sollte jemanden observieren, der mit einer Frau schläft«
Neue Recherchen erlauben einen tiefen Einblick, wie das Königreich Marokko Politiker, Oppositionelle und Journalisten ausspioniert haben soll – mit der Hilfe Israels.