Hospiz kündigt Mitarbeiterin wegen AfD-Kandidatur
Eine Frau, die 15 Jahre in einem niedersächsischen Hospiz arbeitete, wurde fristlos gekündigt, nachdem sie ankündigte, als AfD-Kandidatin bei der Kommunalwahl anzutreten. Der Hospiz-Träger, ein kirchlicher Verein, begründet die Kündigung mit der Unvereinbarkeit von AfD-Positionen und christlichen Werten. Die betroffene Mitarbeiterin weist die Vorwürfe zurück und kündigte an, sich rechtlich gegen die Kündigung zu wehren.
Bias-Analyse
- So berichten die Seiten
Die linke Berichterstattung betont die verfassungsrechtliche Bewertung der AfD durch Gerichte und stellt die juristische Frage in den Mittelpunkt, ob eine solche Kündigung überhaupt zulässig ist. Die mittige Berichterstattung zitiert die persönliche Reaktion der Betroffenen (»entsetzt«) und gibt beiden Seiten Raum: den Grund der Kündigung durch das Hospiz und die Selbstverteidigung der Mitarbeiterin. Die rechte Berichterstattung konzentriert sich auf den Fakt der Kündigung und den geplanten Widerstand dagegen, verzichtet aber auf Begründungen des Hospizes und nennt die Frau neutral als »Kandidatin«, während die anderen Texte sie in ihren beruflichen Kontext einordnen.
- Woran sich die Geister scheiden
Die Seiten unterscheiden sich darin, ob sie die Verfassungsbewertung der AfD erwähnen oder nicht: Links wird sie als zentrales Argument für die Kündigung dargestellt, mitte und rechts lassen diese Einordnung weg. Mitte und rechts berichten den Fall als Konflikt zwischen zwei Positionen, links deutet an, dass die verfassungsfeindliche Natur der Partei die Kündigung rechtfertigt oder mindestens erklärt.
- Worin sich alle einig sind
Alle Quellen berichten übereinstimmend, dass eine Frau nach 15 Jahren im Hospiz fristlos gekündigt wurde, weil sie als AfD-Kandidatin antreten wollte, und dass das Hospiz dies mit christlichen Werten begründet hat.
Quellen nach Spektrum
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2 Artikel"Weil ich kandidiere": Hospiz in Niedersachsen kündigt AfD-Lokalpolitikerin fristlos
Eine AfD-Politikerin in Niedersachsen wird nach 15 Jahren fristlos gekündigt, weil sie für die Kommunalwahl kandidiert. Sie sei entsetzt und habe sich nichts zuschulden kommen lassen, kommentiert Martina Müller den Bescheid. Das kirchliche Hospiz verweist auf christliche Werte und dass die AfD mit diesen unvereinbar sei.
AfD – Friesland: Hospizmitarbeiterin verliert Job wegen AfD-Kandidatur in Niedersachsen
Ein Gericht beschreibt die AfD in Niedersachsen als verfassungsfeindlich geprägt. Aber dürfen Arbeitgeber Angestellte entlassen, wenn sie für die Partei kandidieren? Ein Verein, der Hospize betreibt, ist davon überzeugt.