Finanzminister Klingbeil wirbt mit EU-Partnern für Übergewinnsteuer auf Ölkonzerne
Finanzminister Lars Klingbeil plant zusammen mit fünf anderen EU-Finanzministern einen gemeinsamen Ansatz für eine Übergewinnsteuer auf Ölkonzerne. Hintergrund ist der starke Anstieg der Ölpreise infolge der Irankrise, durch den Energiekonzerne hohe zusätzliche Gewinne erwirtschaften, während die Spritpreise für Verbraucher und Unternehmen gestiegen sind.
Bias-Analyse
- So berichten die Seiten
Die linke Berichterstattung betont das Ausmaß der Profitsteigerung durch die Formulierung »verdoppelt« und nennt die Ölkonzerne explizit »groß«. Die mittigen Quellen konzentrieren sich dagegen mehr auf den Prozess und die Struktur des Vorhabens: dass Klingbeil einen »neuen Anlauf« unternimmt, dass es um ein »Rahmenwerk« geht und wie viele Länder beteiligt sind. Sie erwähnen auch häufiger die Belastung für Verbraucher und Unternehmen, nicht nur die Profite der Konzerne.
- Woran sich die Geister scheiden
Während die linke Berichterstattung die Übergewinnsteuer als Reaktion auf unangemessen hohe Profite der Ölkonzerne darstellt, rücken die mittigen Quellen stärker in den Fokus, dass es um einen koordinierten EU-weiten Regelungsrahmen geht und wer diesen Prozess anführt.
- Worin sich alle einig sind
Alle vorliegenden Quellen berichten, dass Finanzminister Klingbeil mit anderen EU-Finanzministern an einer Übergewinnsteuer arbeitet und dass der Iran-Konflikt zu gestiegenen Ölpreisen und erhöhten Gewinnen der Energiekonzerne geführt hat.
Quellen nach Spektrum
4 Artikel
Gestern
4 ArtikelKlingbeil macht Vorstoß für Übergewinnsteuer bei Ölkonzernen
Während die Spritpreise im Zuge des Iran-Kriegs stark gestiegen sind, machen Ölkonzerne höhere Gewinne. Finanzminister Klingbeil will diese deshalb zur Kasse bitten und fordert - zusammen mit anderen EU-Staaten - eine Übergewinnsteuer.
Brief mit fünf Amtskollegen: Klingbeil unternimmt neuen Anlauf für Übergewinnsteuer auf EU-Ebene
Der Krieg in Nahost hat für einen kräftigen Anstieg der Ölpreise gesorgt. Dies belastet Verbraucher und Unternehmen. Die Energiekonzerne verdienen Milliarden. Angeführt von Finanzminister Klingbeil dringen auf EU-Ebene sechs Länder auf eine Sonderabgabe.
Auf Initiative von Klingbeil?: EU-Finanzminister fordern Übergewinnsteuer auf Ölkonzern-Profite
Einem Bericht zufolge sollen fünf EU-Finanzminister eine gemeinsame Forderung verfasst haben. Man wolle demnach „ein EU-weites Rahmenwerk diskutieren, um Übergewinne zu besteuern“.
Spritpreise: Lars Klingbeil wirbt mit EU-Partnern für neue Übergewinnsteuer
Die großen Ölkonzerne haben in der Irankrise ihre Profite verdoppelt. Der Bundesfinanzminister will diese Übergewinne besteuern. Gemeinsam mit fünf europäischen Kollegen plant er nach SPIEGEL-Informationen einen gemeinsamen Ansatz.