Erneute Abschiebung nach Afghanistan: Regierung verteidigt Kurs gegen Kritik
Deutschland hat erneut Menschen per Charterflug nach Afghanistan abgeschoben. Nach Angaben von Innenminister Dobrindt waren 31 Personen an Bord, darunter überwiegend verurteilte Straftäter, aber auch ausreisepflichtige Personen ohne Strafverurteilung. Die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl kritisiert die Abschiebung scharf. Dobrindt verteidigt die Maßnahme mit Verweis auf den Koalitionsvertrag.
Bias-Analyse
- So berichten die Seiten
Die linke Berichterstattung hebt hervor, dass erstmals auch Nicht-Straftäter betroffen sind, und nutzt dafür starke Worte wie »fatale Abschiebungspolitik«. Die rechte Darstellung hingegen betont, dass es sich »überwiegend« um Straftäter handelte und spricht von »konsequenter« Fortsetzung – eine positive Bewertung der Regierungspraxis. Die Mitte berichtet am sachlichsten und lässt Dobrindt selbst erklären, warum auch Nicht-Straftäter einbezogen sind, ohne dabei zu werten.
- Woran sich die Geister scheiden
Der eigentliche Streit liegt darin, ob die Abschiebung von Nicht-Straftätern eine neue, problematische Entwicklung darstellt oder eine legitime Ausweitung der Abschiebepraxis: Links sieht darin einen Regelbruch und Grund zur Kritik, rechts eine erwartbare Konsequenz des politischen Kurses.
- Worin sich alle einig sind
Alle Seiten berichten, dass 31 Menschen abgeschoben wurden und dass unter ihnen neben Straftätern auch andere ausreisepflichtige Personen waren. Alle erwähnen auch, dass diese Abschiebung Teil einer fortlaufenden Politik ist.
Quellen nach Spektrum
3 Artikel
Dienstag, 28. Juli 2026
3 ArtikelAsylpolitik - Deutschland schiebt erneut nach Afghanistan ab - Kritik von Pro Asyl
Nach der erneuten Abschiebung von Afghanen per Charterflug in ihr Heimatland hat Bundesinnenminister Dobrindt seinen Kurs gegen Kritik verteidigt. Der CSU-Politiker sagte, er habe in der Vergangenheit deutlich gemacht, dass er gemäß dem Koalitionsvertrag zwar mit den Abschiebungen von Straftätern beginnen werde, ausreisepflichtige Personen kämen aber auch in Frage.
„Führen Migrationspolitik konsequent weiter“ – 31 Menschen nach Afghanistan abgeschoben
Die Bundesregierung setzt ihre Abschiebepraxis nach Afghanistan fort. 31 Menschen, überwiegend verurteilte Straftäter, wurden aus dem Land ausgeflogen. Die Kritik an dem Verfahren hält weiter an.
Bundespolitik: Erstmals Nicht-Straftäter nach Afghanistan abgeschoben – heftige Kritik
Die Menschenrechtsorganisation „Pro Asyl“ kritisiert den Flug als Ergebnis einer „fatalen Abschiebungspolitik“. Laut Innenminister Dobrindt waren 31 Menschen an Bord, seinen Angaben nach vor allem Kriminelle.