Eklat bei Bundestags-Planspiel "Jugend und Parlament" – Bundestag prüft Konsequenzen
Beim Planspiel "Jugend und Parlament 2026", bei dem mehr als 250 Jugendliche zwischen 17 und 20 Jahren den Parlamentsbetrieb im Bundestag simulierten, kam es zu mehreren Vorfällen. Ein Teilnehmer wurde wegen Zeigens der "White Power"-Geste vom Planspiel ausgeschlossen. In einem Hotel kam es zu körperlichen Auseinandersetzungen zwischen drei jungen Leuten (18 und 19 Jahre alt); die Berliner Polizei ermittelt wegen wechselseitiger Körperverletzung, es wurden vier Strafanzeigen gestellt, ein 18-Jähriger kam mit Alkoholvergiftung ins Krankenhaus. AfD-Chefin Weidel hatte von Gewalt gegen eine junge Frau wegen ihrer politischen Haltung gesprochen; laut Recherchen der SZ und Aussagen Beteiligter hatten die Auseinandersetzungen jedoch keinen politischen Hintergrund und betrafen Teilnehmer aus demselben Lager. Der Ältestenrat des Bundestags und seine Innere Kommission befassen sich mit den Vorfällen; SPD und Grüne fordern Reformen der Regeln.