Debatte über Gründe für AfD-Wahlerfolge und Mediendarstellung
Zwei Wissenschaftlerinnen äußern sich in Interviews zu Fragen rund um den Aufstieg der AfD. Eine Politikwissenschaftlerin sieht den Umgang von Medien und anderen Parteien mit der AfD als einen Grund für ihren Erfolg. Eine Historikerin führt den Wahlerfolg der AfD in Sachsen-Anhalt auf ihre positive Ansprache des ostdeutschen Lebensgefühls zurück und kritisiert die Herablassung durch Politiker und Medien.
Bias-Analyse
- So berichten die Seiten
Die linke Seite betont die Verantwortung von Medien und etablierten Parteien für den AfD-Aufstieg, während die rechte Seite die Verantwortung bei der AfD selbst sieht, die authentisch auf Gefühle der Ostdeutschen reagiert habe. Die rechte Berichterstattung wehrt sich dagegen, AfD-Wähler mit mangelndem Demokratieverständnis zu charakterisieren, und kritisiert stattdessen die Abwertung durch Eliten – ein Vorwurf, der in der linken Darstellung nicht auftaucht.
- Woran sich die Geister scheiden
Die Frage, wer für den AfD-Aufstieg verantwortlich ist, wird unterschiedlich beantwortet: Liegt es am strategischen Verhalten der Gegner (Linke) oder an der erfolgreichen, nachvollziehbaren Ansprache durch die AfD selbst (Rechts)?
- Worin sich alle einig sind
Beide Seiten erkennen an, dass die AfD einen erheblichen politischen Aufstieg erlebt hat und dass der Umgang mit ihr – sei er durch Medien, Politiker oder öffentliche Wahrnehmung – eine Rolle gespielt hat.
Quellen nach Spektrum
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2 ArtikelPodcast „Auf den Punkt“: Die AfD bestimmt den öffentlichen Diskurs – aber warum?
Der Umgang der Medien und anderer Parteien mit der AfD habe ihren Aufstieg befördert, sagt die Politikwissenschaftlerin Teresa Völker.
INTERVIEW - «Die AfD hat als einzige Partei auf positive Weise auf das ostdeutsche Lebensgefühl gesetzt»
Der Wahlerfolg der AfD in Sachsen-Anhalt lasse sich nicht mit mangelndem Demokratieverständnis erklären, sagt die Historikerin Katja Hoyer. Die Herablassung von Politikern und Medien sei wenig hilfreich.