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Cyberangriff auf den Bundestag: Die Hackergruppe "Fancy Bear" und die Reaktion der Bundesregierung

DIE ZEIT rekonstruiert den Cyberangriff auf den Deutschen Bundestag im Frühjahr 2015. Der Angriff begann mit einer scheinbar harmlosen E-Mail Ende April 2015, die vorgab, von den Vereinten Nationen zu stammen, und über einen Link Schadsoftware (einen Trojaner) auf den Rechnern installierte. Auffällig wurde der Vorfall, als eine Büromitarbeiterin der Linken-Abgeordneten Inge Höger technische Probleme an ihrem Computer bemerkte. Laut BSI wurden die Büros von mindestens 16 Abgeordneten infiziert, Schadsoftware an mindestens 25 Stellen installiert und 16 Gigabyte verschlüsselte Daten auf neun weltweit verteilte Server übertragen. Zu den Zielen zählten unter anderem die Büros von Kanzlerin Angela Merkel und Bundestagsvizepräsident Johannes Singhammer. Deutsche Sicherheitsbehörden (BND und BfV) führen den Angriff auf die russische Einheit APT28 ("Fancy Bear") zurück und sehen sie laut einem als geheim eingestuften Bericht dem Kreml zugeordnet. Dieselbe Gruppe wird mit Angriffen auf die US-Demokraten und das Wahlkampfteam von Emmanuel Macron in Verbindung gebracht. Die Bundesregierung diskutierte mögliche Reaktionen, darunter auch "Hackbacks", entschied sich jedoch gegen einen Gegenschlag und stattdessen für die Erarbeitung eines rechtlichen Rahmens. Ein vertraulicher Bericht der Firma secunet kam Anfang 2017 zu dem Schluss, dass das Bundestagsnetz weiterhin angreifbar sei. Eine Domain btleaks.com wurde registriert, war aber noch nicht online.

Quellen nach Spektrum

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