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Bundesregierung plant Geheimdienstreform mit erweiterten Befugnissen – Opposition protestiert

Das Bundeskabinett beschließt eine Reform der Geheimdienste, die BND und Verfassungsschutz erweiterte Befugnisse zur Bekämpfung von Sabotageakten, Hackerangriffen und terroristischen Bedrohungen geben soll. Die Reform ermöglicht es den Diensten, aktiv gegen Angriffe aus dem Ausland vorzugehen, etwa durch digitale Gegenschläge. Kanzleramtschefin Warken bezeichnet dies als grundlegendste BND-Reform seit Bestehen und als notwendig, um »auf Augenhöhe mit unseren Partnern« zu agieren. Die FDP lehnt die Pläne ab und warnt vor einer »Geheimpolizei« und mangelnder demokratischer Kontrolle.

Bias-Analyse

  • So berichten die Seiten

    Links wird die Reform primär als problematisch für die Kontrolle von Sicherheitsbehörden dargestellt, wobei der Fokus auf Kritik liegt. Mitte berichtet differenzierter über Befugnisse und Grenzen zugleich und stellt beide Positionen dar. Rechts wird die Sicherheitsnotwendigkeit stärker in den Vordergrund gerückt, die Kritik aber nicht übergangen. Links verwendet die schärfere Rhetorik »Geheimpolizei« und »demokratische Kontrolle entzogen«, während Mitte und Rechts neutral von »erweiterten Befugnissen« oder »mehr Befugnissen« sprechen.

  • Woran sich die Geister scheiden

    Der zentrale Streitpunkt liegt darin, ob die Reform notwendig und verhältnismäßig ist oder ob sie die Geheimdienste zu sehr aus der Kontrolle entlässt: Links sieht darin einen Übergriff, Mitte fragt nach Balance zwischen Sicherheit und Grenzen, Rechts legitimiert die Maßnahmen vor allem sicherheitspolitisch.

  • Worin sich alle einig sind

    Alle Seiten berichten übereinstimmend, dass das Kabinett die Reform beschließt und dass sie BND und Verfassungsschutz erweiterte Befugnisse zur Bekämpfung von Sabotage und Cyberangriffen gibt. Auch die FDP-Opposition wird von allen erwähnt, und das Zitat Warkens zur »Höhe der Zeit« oder »Augenhöhe mit Partnern« wird mehrfach dokumentiert.

Quellen nach Spektrum

12 Artikel

Heute

7 Artikel
Deutschlandfunk
Mitte

Bundeskabinett - Nachrichtendienste sollen mehr Befugnisse bekommen

Das Bundeskabinett entscheidet heute über einen Gesetzentwurf zur Reform der deutschen Nachrichtendienste.

Die Zeit
Mitte

Reform der Nachrichtendienste: FDP protestiert gegen geplante Geheimdienstreform

Das Kabinett will heute Reformpläne billigen, die BND und Verfassungsschutz stärken. Die FDP spricht von einem »fatalen Signal« und warnt vor einer »Geheimpolizei«.

Die Welt
Rechts

Kabinett will Geheimdienste stärken – und stößt auf Kritik

Die Bundesregierung plant eine Reform der Geheimdienste: Verfassungsschutz und BND erhalten mehr Befugnisse zur Bekämpfung von Terror und Cyberangriffen – Kritik kommt von der FDP.

Die Zeit
Mitte

Nachrichtendienste: Der neue BND: abschrecken, zurückhacken, sabotieren

Die Bundesregierung will die Nachrichtendienste reformieren. Was bringt das für die Sicherheit? Und: Türkisches Parlament löst Arbeiterpartei PKK per Gesetz auf.

Süddeutsche Zeitung
Links

Bundespolitik: Kabinett entscheidet über Reform der Geheimdienste – Kritik von FDP

Mit der Reform würden die Geheimdienste hierzulande deutlich mehr Befugnisse bekommen, um besser auf terroristische und extremistische Bedrohungen reagieren zu können. Der FDP geht das zu weit.

n-tv
Mitte

Kubicki warnt vor "Tabubruch" : Warken sieht Nachrichtendienste mit mehr Befugnissen "auf der Höhe der Zeit"

Nachrichtendienste sollen künftig Sabotageakte auch aktiv bekämpfen dürfen. Damit agierten diese "endlich auf Augenhöhe mit unseren Partnern", verteidigt Kanzleramtschefin Warken die Maßnahmen. Anwalt und FDP-Chef Kubicki fürchtet eine "Geheimpolizei".

ZDF heute
Mitte

Kabinett will Geheimdienste stärken - und stößt auf Kritik

Die Bundesregierung will die Geheimdienste stärken. Kanzleramtschefin Warken spricht von der grundlegendsten Reform des BND seit Bestehen - und die FDP protestiert.

Gestern

5 Artikel
Der Spiegel
Links

Alexander Dobrindt: Bundesinnenminister verteidigt Geheimdienstreform gegen Kritik

Bekämpfung von Sabotageakten und Hackerangriffen: Das Bundeskabinett will die Befugnisse der deutschen Nachrichtendienste ausweiten. Die Opposition kritisiert die Pläne, die Regierung schieße übers Ziel hinaus.

Frankfurter Allgemeine
Rechts

Deutschland-Liveblog: Geheimdienstreform soll laut Warken vor Sabotage schützen

Politiker fordern Schließung des Russischen Hauses wegen Spionageverdachts +++ TU Chemnitz weist Voigts Einspruch gegen Entzug des Doktortitels ab +++ Ramelow für Zusammenarbeit von Linkspartei und CDU +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Der Tagesspiegel
Mitte

Nachrichtendienst-Reform kommt ins Kabinett: So sollen BND und Verfassungsschutz zu „echten Geheimdiensten“ werden

Deutschlands Nachrichtendienste sollen in Zukunft mehr tun, als Informationen zu sammeln – etwa aktiv Sabotage betreiben. Ein neues Gesetz will ihnen dafür weitreichende Befugnisse geben. Das steht drin.

Frankfurter Rundschau
Links

Kritik an geplanter Hackback-Befugnis für Geheimdienste

Die Bundesregierung will am Mittwoch einen Gesetzentwurf beschließen, der Geheimdiensten erlaubt, bei Angriffen aus dem Ausland mit digitalen Gegenschlägen zurückzuschlagen. Die Opposition warnt, die Dienste würden der demokratischen Kontrolle entzogen.

Der Tagesspiegel
Mitte

BND und Verfassungsschutz: Kabinett will Nachrichtendiensten aktive Abwehr erlauben

Sprengstoff-Drohne am Flughafen, russische Spionage – eine schon lange geplante Reform bringt neue Werkzeuge für BND und Verfassungsschutz. Welche Grenzen bleiben und wo wird jetzt nachjustiert?