Abschiebungszahlen im ersten Halbjahr 2025: Regierung und AfD deuten Ergebnisse unterschiedlich
Im ersten Halbjahr 2025 wurden in Deutschland etwa 12.000 Menschen abgeschoben. Diese Zahl ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesunken – rund 2100 Menschen weniger als im ersten Halbjahr 2024. Bundesinnenminister Dobrindt bewertet die Entwicklung positiv und sieht die Bundesregierung »auf Kurs«. Die AfD kritisiert die gesunkenen Abschiebungszahlen scharf und spricht von einem »Desaster«.
Bias-Analyse
- So berichten die Seiten
Der Unterschied liegt darin, wie die beiden Seiten dieselbe Zahl bewerten: Die mittige Berichterstattung erwähnt, dass die Abschiebungen gesunken sind, stellt aber Dobrindts positive Deutung in den Mittelpunkt und verleiht damit der Regierungsbotschaft Gewicht. Die rechte Berichterstattung dagegen stellt den Rückgang in den Vordergrund und verbindet ihn direkt mit einer verschärften Sicherheitslage, was impliziert, dass weniger Abschiebungen ein Problem darstellen.
- Woran sich die Geister scheiden
Der tiefste Unterschied zeigt sich in der Bewertung, ob weniger Abschiebungen ein Erfolg oder ein Misserfolg sind: Dobrindt deutet sie als Zeichen, dass die Regierung ihre Linie hält, während die AfD sie als gefährlichen Mangel an Konsequenz kritisiert.
- Worin sich alle einig sind
Beide Seiten stimmen darin überein, dass die Abschiebungszahlen im ersten Halbjahr 2025 gesunken sind – ein objektiver Fakt, über den keine Uneinigkeit besteht.
Quellen nach Spektrum
7 Artikel
Freitag, 31. Juli 2026
7 ArtikelZahl der Abschiebungen aus Deutschland gesunken
Die Zahl der Abschiebungen in Deutschland ist gesunken. 2026 sind bislang 9.663 Menschen abgeschoben worden. Zum gleichen Zeitpunkt im vergangenen Jahr waren es knapp 12.000.
Nach Jahren des Anstiegs: Abschiebezahlen gehen erstmals wieder zurück
Knapp 10.000 Menschen mussten Deutschland in der ersten Jahreshälfte verlassen, darunter auch nach Afghanistan. Fast genauso viele reisten freiwillig aus.
Dobrindt verteidigt harte Linie: Zahl der Abschiebungen im ersten Halbjahr gesunken
Die Zahl der Abschiebungen war in den zurückliegenden Jahren gestiegen. Im ersten Halbjahr von 2026 aber nicht. Der AfD-Politiker Holm übt Kritik.
Deutschland: 9663 Menschen im ersten Halbjahr abgeschoben – weniger als 2025
Von Januar bis Juni sind 9663 Menschen aus Deutschland abgeschoben worden – rund 2100 weniger als im Vorjahreszeitraum. Die AfD kritisiert die Migrationspolitik der Bundesregierung, Innenminister Dobrindt hält dagegen.
Migration: Zahl der Abschiebungen aus Deutschland sinkt
Im ersten Halbjahr 2026 ist die Zahl der Abschiebungen im Jahresvergleich zurückgegangen. Insgesamt wurden mehr als 9.600 Menschen aus dem Land gebracht.
Dobrindt verteidigt klare Kante: Zahl der Abschiebungen im ersten Halbjahr gesunken
Im ersten Halbjahr 2025 schiebt Deutschland fast 12.000 Menschen ab. Das gelingt in den ersten sechs Monaten dieses Jahres nicht. Die AfD spricht von einem Desaster. Bundesinnenminister Dobrindt hingegen sieht die Bundesregierung auf Kurs.
Zahl der Abschiebungen aus Deutschland gesunken – AfD erkennt „Desaster“
Im ersten Halbjahr wurden rund 2100 Menschen weniger abgeschoben als im Vorjahreszeitraum. Das geht aus einer AfD-Anfrage hervor. Die Partei übt deutliche Kritik. Die Sicherheitslage würde sich immer weiter verschärfen.