25 Jahre nach 9/11: Debatte über Trumps Erzählungen von Ground Zero
Zum 25. Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September 2001 wird in den USA über die Aussagen von Ex-Präsident Donald Trump über seine Rolle an Ground Zero diskutiert. Trump behauptet, aktiv geholfen und von Feuerwehrmännern evakuiert worden zu sein. Gouverneur Gavin Newsom hat diese Darstellungen angezweifelt. Parallel wird der Opfer und Auswirkungen des Anschlags gedacht, bei dem fast 3000 Menschen starben.
Bias-Analyse
- So berichten die Seiten
Die linke Seite greift Trumps Aussagen als gezieltes Lügenkonstrukt an und nennt dies direkt beim Namen, während die mittlere Berichterstattung Trumps Geschichte als wiederholtes, habituelles »Geflunker« charakterisiert – skeptisch, aber als Muster seiner Kommunikationweise gefasst. Die rechte Perspektive ignoriert Trumps Aussagen vollständig und wendet sich stattdessen der emotionalen und spirituellen Dauerwirkung des Anschlags zu, ohne die aktuelle politische Debatte zu erwähnen.
- Woran sich die Geister scheiden
Die Kluft verläuft darin, ob die Erinnerung an 9/11 ein Ort der Wahrheitsprüfung über Trumps Rolle sein soll (linke und mittlere Sicht) oder ob die Aufmerksamkeit auf die menschliche und kulturelle Kontinuität des Trauerns und Erinnerns gerichtet bleiben sollte (rechte Sicht).
- Worin sich alle einig sind
Alle Seiten befassen sich mit dem 25. Jahrestag und erkennen die Bedeutsamkeit von 9/11 an. Keine Seite stellt die Grundtatsachen der Anschläge selbst in Frage.
Quellen nach Spektrum
4 Artikel
Heute
2 Artikel25 Jahre 9/11: Was ein Paar Schuhe von 9/11 erzählt
Die Erinnerung an den 11. September erschüttert New York noch immer zutiefst. Das Wunder ist nicht, dass wir den Tag überlebt haben, sondern dass wir ihn 25 Jahre später weiterhin durchleben.
25 Jahre nach 9/11 – Bilder, die wir nicht vergessen: Es ist ein Dienstag, der Himmel strahlend blau
Malte Lehming war Tagesspiegel-Korrespondent, als al-Qaida am 11. September die tödlichsten Terroranschläge der US-Geschichte verübte. Fast 3000 Menschen starben. Die Bilder haben sich ins kollektive Gedächtnis gebrannt.
Gestern
2 ArtikelGouverneur Newsom packt aus: das Lügengeflecht um Trumps angebliche 9/11-Heldenstory
Zum bevorstehenden 25. Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September 2001 entbrennt in den USA eine Debatte über die Schilderungen von Ex-Präsident Donald Trump. Nach erneuten Behauptungen, er habe aktiv an Ground Zero geholfen und sei von Feuerwehrmännern evakuiert worden, erhob Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom schwere Vorwürfe.
Von Feuerwehrleuten weggetragen?: Trump spinnt seine Story über Zeit nach 9/11-Terroranschlag weiter
US-Präsident Trump erzählt gerne Geschichten - der Wahrheitsgehalt ist dabei oft zweitrangig. Kurz vor dem 25. Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September 2001 lässt Trump bei einer Gedenkveranstaltung mit einer persönlichen Anekdote aufhorchen. Hat er wieder geflunkert?